Wer in Deutschland Glücksspiel betreibt, stößt früher oder später auf den Begriff „Freibetrag”. Viele verwechseln ihn mit einer steuerfreien Gewinngrenze, doch die Rechtslage ist deutlich komplizierter. Der Freibetrag beim Glücksspiel betrifft in erster Linie den Anbieter, nicht den Spieler. Für Sie als Nutzer ist vor allem entscheidend, unter welchen Bedingungen Gewinne überhaupt steuerpflichtig werden und wann nicht. Weitere Informationen finden Sie unter online casino mit 200% bonus.
Steuerfreiheit bei legalen Glücksspielen
Seit der Reform des Rennwett- und Lotteriegesetzes gilt: Gewinne aus Glücksspielen, die eine deutsche Erlaubnis besitzen, sind für Spieler einkommensteuerfrei. Das betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Sportwetten bei Anbietern mit GGL-Lizenz. Wer dort 5.000 EUR oder 50.000 EUR gewinnt, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer.
Diese Regelung klingt großzügig, hat aber einen Haken. Der Gesetzgeber besteuert stattdessen den Veranstalter. Bei virtuellen Automatenspielen liegt die Steuer bei 5,3 Prozent des Einsatzes, bei Online-Poker bei 5,3 Prozent des Turnier-Entrys. Diese Abgabe wird indirekt über die Spielauszahlung an Sie weitergegeben , die sogenannte Auszahlungsquote sinkt dadurch spürbar.
Ein klassischer Freibetrag, wie ihn etwa das Einkommensteuergesetz bei Kapitalerträgen mit 1.000 EUR pro Person kennt, existiert beim Glücksspiel nicht. Es gibt also keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Einsätze oder Gewinne steuerlich unbeachtlich wären. Die Steuerfreiheit für Spieler gilt unabhängig von der Höhe des Gewinns.
Wo trotzdem Steuern anfallen können
Problematisch wird es bei nicht lizenzierten Anbietern. Gewinne aus illegalem Glücksspiel sind nach Auffassung der Finanzverwaltung steuerpflichtig und unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz , bis zu 45 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Wer über einen offshore-Casino-Anbieter spielt, riskiert also nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch eine saftige Steuernachzahlung.
Anders verhält es sich bei Geschicklichkeitsspielen. Gewinne aus Poker können bei professioneller Ausübung als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gewertet werden. Dann greift keine Steuerfreiheit mehr. Gleiches gilt für Sportwetten, wenn sie mit systematischem Einsatz und Gewinnabsicht betrieben werden.
| Glücksspielart | Steuer für Spieler | Besteuerung Anbieter |
|---|---|---|
| Virtuelle Automaten (GGL) | 0 % | 5,3 % des Einsatzes |
| Online-Poker (GGL) | 0 % | 5,3 % des Entgelts |
| Sportwetten (GGL) | 0 % | 5,3 % des Einsatzes |
| Nicht lizenziert | bis 45 % | keine |
Was das für Ihre Spielwahl bedeutet
Der fehlende Freibetrag ist kein Nachteil für Spieler, solange Sie bei legalen Anbietern bleiben. Achten Sie auf die GGL-Whitlist, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt. Nur dort registrierte Casinos dürfen in Deutschland überhaupt tätig werden.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Anbieter transparent über die Auszahlungsquote informiert. Bei legalen virtuellen Automaten liegt sie häufig zwischen 94 und 96 Prozent , der Steuerabzug ist darin bereits eingerechnet. Wer eine höhere Quote verspricht, arbeitet meist ohne Lizenz und damit ohne Rechtssicherheit für Sie.
Ein individueller Freibetrag existiert beim Glücksspiel also nicht. Die entscheidende Grenze verläuft nicht bei einem Betrag, sondern bei der Legalität des Anbieters. Spielen Sie bei lizenzierten Casinos, bleiben Ihre Gewinne steuerfrei , unabhängig davon, ob Sie 100 EUR oder 100.000 EUR gewinnen.